Die Gemeinde Bovenau

Bovenau, als drittgrösste Gemeinde mit 1.070 Einwohnern, ist eine von der Landwirtschaft geprägte Gemeinde mit einer beachtlichen Fläche von 2.600 ha.

Als besondere Merkmale der Gemeinde sind die Kirche aus dem Jahre 1240 (Feldstein-Saalkirche), die Güter Osterrade, Kluvensiek, Georgenthal, Steinwehr, Dengelsberg umgeben von einer historischen Kulturlandschaft mit den fünf bestens erhaltenen Herrenhäusern
sowie die alte Wassermühle in Wakendorf zu erwähnen. Bei Kluvensiek sind als Sehenswürdigkeiten noch die Überreste des alten Eiderkanals (1777 - 1784) mit der alten Schleusenanlage zu besichtigen.
Europas erste und damals (1786) modernste Binnenwasserstraße den „Alten Eider-Kanal“ können Sie bei uns finden, durch den Bau des Nord-Ostsee-Kanals (früher Kaiser-Wilhelm-Kanal) von 1887 - 1895 wurde dieser Kanal allerdings überflüssig.

Als landwirtschaftlich geprägte Gemeinde gibt es in Bovenau so manchen "Schatz" zu entdecken. Sei es das modernste Biotechnologiezentrum Europas, die Strathmann Biotec GmbH, ein weltweit führendes Unternehmen der Faserstoffindustrie, Firma Hahn & Co., oder eines der in Schleswig-Holstein größten Unternehmen der betrieblichen Medienproduktion, Nord TV.

Sie sehen, dass neben Landwirtschaft auch viele andere hoch innovative Bereiche in unserer Gemeinde, die zwischen Kiel und Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal liegt, verborgen sind.

Aber auch unsere eigene Dorfkultur ist höchst lebendig, hierfür sorgen über 15 Vereine, angefangen vom Anglerverein, über den Sportverein und die Sportschützen bis zum Tanzkreis. Das Bürgerzentrum „Uns Huus“ bietet allen eine hervorragende Begegnungsstätte.


Geschichte
Bovenaus Ortskern, noch heute wie eine Insel

Das heutige Bovenau hat seinen Ursprung bereits in einer vorgeschichtlichen Siedlung aus deren Zeit noch einige wenige bronzezeitliche Hügelgräber erhalten sind. Man findet sie u. a. an der Straße Kluvensiek nach Dengelsberg südlich davon im Knick unter hohen Eichen, ca. 600 m nördlich derselben Straße auf freiem Feld und nahe dem Hof Katharinenborn an der Gemeindegrenze zu Ostenfeld. Ein zerstörtes Hügelgrab ist in Absprache mit dem archäologischen Landesamt westlich an das Neubaugebiet Bovenaus an der Ahornallee rekonstruiert. 1950 wurden bei Neulandzahlreiche Urnengräber entdeckt, die verschiedenen Kulturen zuzuordnen sind; angefangen von der Großsteingrabkultur bis hin zum letzten vorchristlichen Jahrhundert. Dort fand man auch zahlreiche Steinbeile und andere Funde. 1240 wird Bovenau das erste Mal namentlich erwähnt, zugrunde lag hier die Kirchengründung, und so wurden aus der ehemaligen Siedlung ein Kirchdorf, dessen Lage auf einer sich deutlich abzeichnenden Erhebung in einer sonst eher flachen Landschaft bis heute kennzeichnend ist. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um die zweite Kirchengründung. Die erste wurde der Legende nach von heidnischen Slaven und Dänen zerstört.
Auch der Verlauf der südlich umfließenden Mühlenau war damals bereits ein prägendes Merkmal; der Wasserlauf dient in einer Theorie sogar als Begründung zur Namensgebung des Ortes: Bovenau = "boven de Au" = "oberhalb der Au" (gemeint ist die Mühlenau). Eine zweite Erklärung für die Herkunft des Ortsnamens führt zurück auf den Bremischen Ministerialen "Bovo", der hier nach alten Überlieferungen ansässig gewesen sein muss und Eigentümer und zugleich Gründer sowohl der alten als auch der Kirche von 1240 war. In diesem Fall würde es sich um "Bovos Au", was im Wendischen so viel wie "Bovos Ort" bedeutet, handeln.
Das Ensemble im alten Dorfkern Bovenaus ist bis heute mit Kirche, Kirchhof einschließlich Einfriedung, Pastorat, ehemaligem Kirchspielkrug und früherer Schule sehr gut verhalten.
Seit 1929 kann man von einer "Gemeinde Bovenau" sprechen. Die zuvor bestehenden Gutsbezirke von Osterrade, Kluvensiek, Steinwehr und Georgenthal wurden aufgelöst und bildeten fortan eine politische Gemeinde. Die Lage des Dorfes begann von nun ab interessanter zu werden. Nach dem 2. Weltkrieg wuchs Bovenau mit dem ursprünglich eigenständigen Ortsteil Wakendorf langsam zusammen. Begründet durch die Auflösung des Zeitpachtverhältnis mit den Gütern, konnten die Ländereien verkauft werden. Wakendorf, einst durch Mühle, Mühlteich und Schmiede geprägt, erweiterte sich durch Flüchtlingsansiedlungen mit Nebenerwerbsbetrieben erheblich nach Westen und kam so Bovenau immer näher. Noch heute erinnert der Straßenname "Windmühlenberg" an den ehemaligen Standort der Windmühle, die auf alten Karten noch eingetragen ist. 1955 wurde die neue Schule errichtet, so dass man heute schon fast von einer dörflichen Einheit mit Bovenau sprechen kann. Letzte noch spürbare Zäsur zwischen beiden Ortsteilen bildet die östlich an das Pastorat anschließende Friedhofserweiterung sowie die von Norden bis an die Straße "An der Kirche" angrenzende Niederung.

Bovenau auf einen Blick:

Bundesland Schleswig-Holstein
Landkreis Rendsburg-Eckernförde
Amt Eiderkanal
Sitz der Verwaltung Schulstraße 36
24783 Osterrönfeld
Homepage http://www.bovenau.de/
Bürgermeister Jürgen Liebsch (CDU)
Stand: 13.03.2017
Einwohner 1.095
Stand: 13.03.2017
Fläche 26,20 km²
Bevölkerungsdichte 42 Ew./km²
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Überblick zur Lage von Bovenau

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