Gewerbeimmobilie in Hamburg mieten: Worauf Unternehmer achten sollten

Die Hansestadt Hamburg verzeichnet eine hohe Nachfrage an Kauf- und Mietobjekten. Insbesondere junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren zieht es aufgrund zahlreicher Ausbildungs- und Arbeitsangebote in die Hansestadt. Die meisten von ihnen mieten ein Objekt von mehr als 896.000 städtischen Wohneinheiten. Ein Teil davon sind gewerblich nutzbare Flächen, die Gründern und Unternehmen die Chance geben, sich an einem festen Standort niederzulassen. Doch die Anmietung einer Gewerbeimmobilie will in Hamburg wohlüberlegt sein. Welche Vorüberlegungen wichtig sind und auf welche Aspekte Gründer bei der Besichtigung der Wunschimmobilie achten sollten, erklärt dieser Beitrag.

 

Standortfaktor als wichtiger Aspekt bei Gewebeimmobilien

Im Ranking der allgemeinen Gründungstätigkeit nach Bundesländern liegt Hamburg nach Berlin und Brandenburg auf dem dritten Platz. Insbesondere die seit Jahren florierende Hamburger Medien- und IT-Branche trägt zum starken Gründungsanstieg bei. Auch die vergleichsweise starke Kaufkraft der Hamburger wirkt sich positiv auf mögliche Gründungen aus.

Damit Sie als Gründer von der Gesamtsituation am Immobilienmarkt profitieren, benötigen Sie zunächst einmal eine geeignete Gewerbeeinheit. Deren Standort trägt in Hamburg maßgeblich zum Erfolg oder Misserfolg bei. Überlegen Sie sich daher genau, welche Anforderungen Sie an einen Standort für Ihr Gewerbe stellen.  Definieren Sie vorab, wie sich das Einzugsgebiet zusammensetzt und analysieren Sie die Kaufkraft der Kunden. Generell bleibt zu erwarten, dass die Bevölkerungszahl in Hamburg weiter ansteigt. Da laut Prognosen vor allem die Zahl an kleineren Haushalten zunehmen wird, dürften zukünftig innenstadtnahe Flächen besonders gefragt sein.

Auch die im Rahmen des Bauvorhabenens der „HafenCity“ entstehenden Flächen könnten sich als gewinnbringende Standortwahl erweisen. Innerhalb der HafenCity Hamburg sind bereits mehr als 15.000 Arbeitsplätze entstanden, weitere 30.000 (Büro)Arbeitsplätze sollen folgen. Der Hamburger Süden hingegen gilt besonders bei der jüngeren Generation als begehrter Stadtteil. Während Wilhelmsburg durch sein einzigartiges Inselflair auffällt, zieht es Studenten und junge Arbeitnehmer nach Harburg oder Seevetal. Wenn Sie in diesen Gebieten Gewerbeimmobilien in Hamburg mieten, finden Sie eine große Bandbreite an modernen Büroflächen vor – von Garagen über Industriehallen bis zu Atelierräumen.

Bevor Unternehmen eine gewerbliche Fläche anmieten, sollten sie Verlustrisiken abwägen. Praxisräume für medizinische Heilberufe sind kaum konjunkturellen Schwankungen unterworfen, da sie immer gebraucht werden. Auch Anwälte, Architekten oder Versicherungen können sich binnen kurzer Zeit einen Kundenstamm aufbauen. Besser abwägen sollten Gastronomen und Einzelhändler, die zwingend einen Standort in erstklassiger Lage benötigen.

Ein weiterer wichtiger Eckpunkt für die Standortwahl ist die Verkehrsanbindung. Denken Sie daran, dass nicht jeder Standort für jedes Unternehmen gleich gut geeignet ist. So sollten Restaurants etwa relativ zentral liegen, um neben den Stammgästen auch ausreichend Laufkundschaft anzusprechen. Produktionshallen hingegen benötigen viel Platz, sodass sie höchstwahrscheinlich in Hamburger Randgebieten gewinnbringender positioniert sind. Achten Sie bei einer Lagerhalle dennoch darauf, dass diese gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Wilhelmsburg etwa ist lediglich drei S-Bahnstationen vom Hamburger Hauptbahnhof entfernt. Auch Seevetal ist für Unternehmer und Kunden dank der Anbindung an die A1, A7 und A9 gut zu erreichen.

Insgesamt müssen Sie bei der Entscheidung für oder gegen einen Standort mehrere Faktoren berücksichtigen. Wägen Sie außerdem ab, ob die bevorzugte Gewerbeimmobilie für Ihr Unternehmen groß genug ist. Sofern zu einem späteren Zeitpunkt Erweiterungen geplant sind, sollten diese bereits berücksichtigt werden.

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Favorisierte Gewerbeimmobilie besichtigen: Darauf sollten Sie achten

Eine Mehrzahl der Unternehmer entscheidet sich dafür, gewerbliche Immobilien anzumieten. Dafür gibt es viele Gründe. Ein erheblicher Vorteil angemieteter Gewerbeflächen besteht darin, dass die damit verbundenen Kosten steuerlich absetzbar sind. Sie benötigen im Gegensatz zum Kauf anfangs weder Eigenkapital noch höhere Investitionen. Schlussendlich hat vor einer Anmietung in Hamburg jedoch der Vermieter das letzte Wort. Er entscheidet darüber, ob Sie bei Ihrer Wunschimmobilie den Zuschlag erhalten oder gegenüber der Konkurrenz das Nachsehen haben. Die gute Nachricht hierbei ist: Sie haben es (teilweise) selbst in der Hand, eine gute wie günstige Gewerbeimmobilie in Hamburg zu bekommen. Mit persönlichem Engagement schaffen Sie ideale Voraussetzungen, um gut vorbereitet zur Besichtigung zu erscheinen:

  • Solide und zuverlässige Mieter mit gesicherter Bonität erhalten bei Hamburger Vermietern den Zuschlag. Sofern Unternehmer ein sicheres Einkommen, geregelte Lebensumstände und Schuldenfreiheit aufweisen, erscheinen sie bereits in einem guten Licht.
  • Interesse und Engagement sind bereits die halbe Miete. Nachfragen zur räumlichen Ausstattung oder die Höhe der Nebenkosten signalisieren Interesse. Umgekehrt ist es wichtig, auf Nachfragen des Eigentümers zur beruflichen Situation vorbereitet zu sein. Idealerweise liefern Sie kurze, aber prägnante Antworten, welche die optimale Lage der Räumlichkeiten einbeziehen.

Bei Industrie- und Lagerhallen kommt es auf die Größe an. Schon mittelständische Betriebe benötigen in Hamburg idealerweise mindestens eine 1.000 Quadratmeter große Immobilie.

 

Besichtigung der Hamburger Gewerbeimmobilien – der erste Eindruck zählt

Bevor Unternehmer mit einem Eigentümer einen Gewerbemietvertrag abschließen, steht die Besichtigung der Immobilie an. In gewissem Maße ist dieser wichtige Termin mit einem Vorstellungsgespräch, bei dem der erste Eindruck entscheidet, vergleichbar. Sie hinterlassen beim Eigentümer einen guten Eindruck, indem Sie dem Anlass entsprechend gekleidet und pünktlich erscheinen. Planen Sie ausreichend Zeit ein, um sich die favorisierte Immobilie in der Hamburger Innenstadt oder im „Speckgürtel“ anzuschauen.

Da vier Augen bekanntlich mehr sehen als zwei, lohnt sich die Mitnahme einer Begleitperson. Sehen Sie sich in aller Ruhe nacheinander alle Zimmer an und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Es verrät bereits, ob Sie sich in den Räumen wohlfühlen oder nicht. Außerdem gilt es zu prüfen, ob die leerstehende Fläche zur Geschäftsidee passt.

 

Hilfreich ist ein kleiner Fragekatalog, den Sie dem Eigentümer beim Besichtigungstermin vorlegen können. Darin lassen sich Fragen zur Ausstattung und zu geplanten Erweiterungen aufnehmen. Auch die Mindestmietdauer sollten Sie erfragen, um am Ende keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Es lohnt sich außerdem nachzufragen, wie es mit den Lagermöglichkeiten im Objekt bestellt ist. Zukunftsträchtige Räume mit hohen Standards liegen mitunter nicht in der unmittelbaren Hamburger Innenstadt, sondern in bedarfsgerecht hergerichteten Gewerbehöfen. Schon bei der Besichtigung ebendieser erhalten Sie einen realistischen Eindruck, wie viele Freiflächen zum Lagern von Geräten und Materialien bereitstehen.

Nach der mündlichen Zusage sollten Unternehmer in Hamburg immer einen schriftlichen Gewerbemietverlag abschließen. Es ist sinnvoll, den vorliegenden Vertrag zu prüfen, ehe Sie ihn unterschreiben. Achten Sie neben dem Konkurrenzschutz auch auf die richtige Mietart. Regeln Sie bestenfalls bei einem befristeten Vertrag weiterführende Konditionen gleich mit. So können Sie den Mietvertrag unkompliziert verlängern und haben die Chance, sich in Hamburg vollauf auf die Geschäftsentwicklung zu konzentrieren.

Wer Flächen für Büroräume in Hamburg anmietet, sollte pro Mitarbeiter mit etwa 14 bis 20 Quadratmetern Fläche rechnen.

Bildquellen:
Abbildung 1: pixabay.com © liggraphy (CC0 Creative Commons)
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