6 supergemütliche Last-Minute-Ideen für die Weihnachtsfeiertage

Am Adventskalender steht schon die Hälfte der Türchen sperrangelweit offen, am hölzernen DIY-Adventskranz tragen schon zwei oder gar drei Kerzen rußgeschwärzte Dochte. Wer jetzt noch nicht die vier Wände auf volle Weihnachts-Gemütlichkeit gebracht hat, der muss es wie Knecht Ruprecht machen: „…hebe die Beine und spute dich schnell“. Doch weil wir ja wissen, dass in solchen Situationen die Gedanken schnell querschießen und einem nichts einfällt, haben wir das Überlegen übernommen und präsentieren Ihnen an dieser Stelle die besten Gemütlichkeitsideen, die man jetzt noch in und ums Haus implizieren kann, damit an den schönsten Tagen im Jahr auch die volle Besinnlichkeit aufkommt. Viel Spaß beim Nachmachen.

1. Gemütlichkeit von unten

In den Einrichtungshäusern liegen sie beinahe immer aus, werden aber in vielen Fällen sehr stiefmütterlich übersehen. Dabei können die günstigen Pantoffeln aus vollem Filz, also ohne aufwendige Sohle usw. gerade an den Weihnachtsfeiertagen helfen.
Denn wo hat man solche Latschen in der Regel? Natürlich zuhause. Genau da sind die Weihnachtsgäste aber gerade nicht. Und mit etwas Glück bringen sie einem noch Regenfeuchte oder Schneematsch unter den Straßenschuhen mit in die Immobilie und ruinieren den frisch renovierten Holzboden. Wartet der Gastgeber aber an der Tür mit diesen günstigen Filzpantoffeln (Kosten pro Paar meist weniger als fünf Euro), können nicht nur die Straßenschuhe in der Diele bleiben, sondern die Gäste haben auch gleich ein wesentlich heimeligeres Gefühl.
 

 

Feuerschale

 

2. Gemütlichkeit für draußen

Es ist ja sehr schön, dass in Deutschland die aktuelle Raucherquote nur noch bei etwa 30 Prozent der Erwachsenen liegt – Tendenz fallend. Doch selbst wenn man selbst Nichtraucher ist, bedeutet das wahrscheinlich trotzdem, dass man an den Feiertagen Gäste zuhause hat, die sich gerne nach dem Essen eine anstecken möchten. Das ist selbst bei normalen Zigaretten schon ein ziemlich stinkiges Vergnügen. Will jedoch Opa Horst sich eine dicke Festtagszigarre oder mit stark gewürztem Tabak gefüllte Pfeife anstecken, bleibt den anderen Gästen garantiert ziemlich schnell die Luft weg – und der Geruch tagelang im Haus.
Die rauchenden Gäste müssen also raus. Aber einen lieben Menschen ausgerechnet an Weihnachten in die Kälte jagen, das will man ja nun auch nicht. Auch das ist kein Problem, denn Ofenmärkte offerieren mittlerweile auch ein sehr breitgefächertes Angebot an Feuerschalen und –körben. Mit einem solchen Helferlein auf Balkon oder Terrasse, einem prasselnden Feuerchen darin und am besten noch einem Dach darüber braucht man nicht nur kein schlechtes Gewissen zu haben, die Raucher rausgeschickt zu haben, sondern hat vielleicht auch seine liebe Not, sie wieder ins Haus zu bekommen – man kennt es ja: Raucher unter sich und dann wird geklönt. Und: Man hat auch in einigen Monaten beim Grillen noch etwas in der Hinterhand.

3. Gemütlichkeit von innen

Alkoholische Getränke gehören zum Weihnachtsfest einfach dazu. Und besonders an kalten Festtagen ist es in Deutschland natürlich Brauch, einen Glühwein aufzusetzen. Allerdings, sonderlich kreativ ist das nicht, wo so mancher Weihnachtsmarkt fast nur aus Glühweinbuden besteht und man das einst eifersüchtig gehütete Getränk mittlerweile in jedem Supermarkt fertig gemixt in Flaschen kaufen kann. Man darf also davon ausgehen, dass der duftende Glühwein für die Gäste nichts Spezielles mehr ist.

Zeit, den Seemann in sich zu erwecken. Denn die bekamen zur Zeit der Segelschiffe (nicht nur an Weihnachten, sondern jeden Tag) eine Ration Grog. Tatsächlich ein kinderleichtes Rezept, das einem genauso wenig Arbeit bereitet, wie eine Glühweinflasche in den Topf zu schütten. Man muss nur pro Person:

  • vier cl Rum mit
  • zwei Würfeln Zucker vermischen
  • und sofort 1/8 Liter heißes Wasser aufgießen.

Normalerweise in Grog-Gläsern, wer die nicht hat, kann auch Tassen nehmen, besonders schön sind die Gläsernen, in die normalerweise Glühwein kommt. Und wenn man schon in Shanty-Laune ist, hilft auch dieser alte plattdeutsche Grog-Spruch aus der Segel-Ära: Rum mut, Zucker kann, Water bruuk nich.

Glühwein

 

4. Gemütlichkeit für Drumherum

Der Festtagsbraten ist in den Bäuchen verschwunden, Dämmerung schiebt sich über das Land, jetzt beginnt an den Feiertagen die Zeit, in der es besonders heimelig ist. Und warum sollte man die Gäste dazu zwingen, diese gemütlichen Stunden weiter aufrecht sitzend am Esszimmer- oder Küchentisch zu verbringen, wo doch die Couch in der guten Stube die weitaus bessere Sitzmöglichkeit für diese Fälle ist?

Wenn man alleine ist, kann man sich natürlich darauf eine Decke über die Beine ziehen. Aber für die ganze Festtagsgesellschaft Kuscheldecken kaufen? Das wird teuer. Wer handwerklich kreativ ist und sich nicht scheut, jetzt noch zu arbeiten, kann Gemütlichkeit noch mit einem kleinen Gastgeschenk verknüpfen. Das Geheimnis dahinter nennt sich Armstricken. Dazu braucht man keine Nadeln, sondern nur seine Arme – und extrem dicke Wolle. Das Ganze geht so ruckzuck, dass man auf diese Weise an einem Adventssonntag Decken für mehrere Personen anfertigen kann. Supergemütlich wenn man an den Feiertagen zusammensitzt und zusätzlich noch ein kleines, sehr persönliches Geschenk. 

5. Gemütlichkeit für Kleine

Ob es nun die eigenen Kleinen Kinder sind oder die der Gäste: Irgendwann ist auch das spannendste Spielzeug, das unter dem Weihnachtsbaum aus seiner Verpackung geschält wurde, wieder ein wenig langweilig. Und wenn oben die Großen reden, wird einem Kind, das nicht mitreden kann, gleich noch ein Stückchen langweiliger.  

Wem jedoch die Strickdecken aus Punkt 4 gefallen haben, der kann sowohl ganz kleinen wie etwas größeren Gästen noch eine ganz gemütliche Freude machen. In Handarbeitsläden (und ähnlich gelagerten Abteilungen mancher Baumärkte) gibt es Filz-Sets. Darin findet sich alles, was es braucht, um Plüschtiere zu filzen. Für die ganz Kleinen kann man das jetzt noch selbst vorbereiten und hat so gleich noch ein Geschenk. Und für Stromer ab Kindergartenalter ist die Sache gleich doppelt gut, weil sie an den Feiertagen (natürlich unter Aufsicht) einen solchen Kuschelkameraden auch selbst fabrizieren können – den hat man dann gleich doppelt so lieb.

 

6. Gemütlichkeit gegen Dunkelheit

Natürlich, was man vom Weihnachtsshopping so an hölzernen Kerzenständern, tönernen Teelichthaltern in Nikolausform und metallenen Schalen für Lampenöl mitgebracht hat, sieht im Wohnzimmer klasse aus. Aber eines fehlt all diesen Dingen, der ganz persönliche Touch.
An diesem Punkt kommt gleich mehreres zusammen: Die rauchenden Gäste auf der Veranda ebenso wie der weihnachtliche Gedanke, dass Selbstgemachtes immer ein viel persönlicheres Geschenk ist als Gekauftes. Und zudem auch noch Licht in der Dunkelheit. Eine tolle Symbolik, für die man als Ausgangsmaterial nichts weiter benötigt als Einmachgläser und etwas Leim. Und dann sind die Ideen grenzenlos:

  • Den Leim mit Wasser gut verdünnen, mit einem dünnen Pinsel aufnehmen und auf die Innenseite des Glases Muster malen. Dann Glitter (oder ein ähnlich feines Dekomaterial) hineingeben, das Glas schütteln und drehen und dann trocknen lassen.
  • Aus dem Internet Notenblätter von Weihnachtsliedern herunterladen, ausdrucken, daraus eine Faltgirlande schneiden (etwa in Tannenbaum- oder Sternform), mit dem Leim um das Glas kleben und um den Rand eine Schleife aus grober Paketschnur flechten.
  • Auf Papier weihnachtliche Motive zeichnen (oder bei mangelnder Kunstfertigkeit herunterladen und ausdrucken). Diese ausschneiden und mit einem kleinen Tropfen Leim außen auf dem Glas fixieren (wird wieder entfernt). Dann das Glas außen großzügig mit Sprühschnee einnebeln. Wenn alles getrocknet ist, die Schablone wieder abziehen.
  • Mit einem groben Schwämmchen (Küchenschwämme sind zu fein) alternativ einem Stück Stahlwolle etwas Acrylfarbe (kräftige Töne wählen) aufnehmen und damit die Außenseite des Glases gut abtupfen. Ergibt tolle Muster

Anschließend kommt noch ein Teelicht oder bei größeren Gläsern eine Stumpenkerze hinein. Und ob man die Leuchten nun in der festlichen Stube aufstellt oder damit den Rauchern auf dem Balkon zusätzliches Licht spendet, bleibt einem selbst überlassen. Auf jeden Fall bringt es maximale weihnachtliche Gemütlichkeit mit einer sehr persönlichen Note.

 

Laternenschein

Bildquellen:
1) pixabay.com © geralt
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4) pixabay.com © Hans
 

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Kommentare:

Emma ()

Tolle Idee mit den Windlichtern, ich habe auch erst ein paar gebastelt nach dieser Idee (https://www.myfolie.com/blog/weihnachten-als-klebefolie) zwar auf die schnelle Art mit ein paar weihnachtlichen Stickern, aber sind doch sehr stilvoll geworden. Ein paar davon werde ich verschenken, ich hoffe meine Freundinnen freuen sich :)

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