Wohnung mieten: Welche Arten von Vermietern gibt es?

Die Suche nach einer Mietwohnung ist auch immer die Suche nach einem Vermieter. Doch welche Arten gibt es und was ist dabei zu beachten?

Ein angespannter Mietmarkt wird für die Mietinteressenten schnell zu einem Problem. Gerade Wohnungsgesellschaften und private Vermieter treiben die Mietpreise an. Es gibt aber nicht nur diese beiden Vermietergruppen. In Deutschland gibt es noch kommunale Immobilienunternehmen. Und jeder Mietinteressent sollte bei seiner Suche auch die Genossenschaften immer im Auge behalten. Doch was zeichnet diese einzelnen Vermietergruppen eigentlich aus? Wo liegen die Vor- und Nachteile und was ist dabei zu beachten?

 
Abbildung 1: Eine neue Wohnung zu finden, ist gerade in größeren Metropolen gar nicht so einfach. Neben vielen Faktoren spielt auch die Art des Vermieters eine nicht unwichtige Rolle. Bildquelle: @ Maria Ziegler / Unsplash.com

1. Wohnungsgesellschaften

 

Der Immobilienmarkt wird in der Wahrnehmung vieler durch einige „Big Player“ dominiert. Es dreht sich hier um große Aktiengesellschaften, die auf dem nationalen und internationalen Markt aktiv sind. Auf dem deutschen Markt sind es besonders:

  • Vonovia
  • Deutsche Wohnen
  • TAG Immobilien
  • Adler Real Estate.

Diese geben den Ton besonders in den Metropolregionen an – mit einem Bestand, der oft hunderttausende Wohnungen umfasst.

Vorteile

Ein klarer Vorteil, den solche Gesellschaften haben: Mieter müssen sich keine Gedanken um Probleme wie die Eigenbedarfskündigung machen. Parallel unterhalten die Gesellschaften in der Regel auch ein zentrales Gebäude-Management, was einen Ansprechpartner bedeutet und einen Hausmeister-Service, der direkt angeschlossen ist.
Es gibt zusätzlich auch regional spezialisierte Wohnungsgesellschaften, die auf besondere Mieterzufriedenheit setzen. So bietet die LEG Wohnen ein eigenes Bewertungsportal und erweitert immer wieder den Service.

Nachteile

Zu den Nachteilen zählt, dass diese Gesellschaften ausschließlich gewinnorientiert sind. Es geht um den Return of Investment und hohe Renditen für Aktionäre. Es kann ein Instandhaltungsrückstand entstehen. Mieter müssen sich auch bewusst sein, dass Mieterhöhungen hier schneller durchgesetzt und alle Register gezogen werden, um einen hohen Ertrag zu erzielen.

2. Private Vermieter

Eigentümer eines Mehrfamilien- oder Doppelhauses werden Wohnraum privat vermieten. Aus Vermietersicht sinnvoll, um leerstehenden Wohnraum zu nutzen, der sonst nur Kosten verursacht.

Vorteile

Mieter haben den Vorteil, dass der Ansprechpartner direkt erreichbar ist. Ein zweiter Punkt: Bei privaten Vermietern gibt es Möglichkeiten, um beispielsweise über die Höhe der Miete oder Kaution zu verhandeln.

Nachteile

Wo Mieter aufpassen müssen, ist der Erstbezug. Nicht jeder neue Vermieter überblickt sofort, auf was es in der Immobilienverwaltung ankommt. Ein zweiter wichtiger Nachteil: Die Zufriedenheit mit einem privaten Mietverhältnis steht und fällt auch mit dem persönlichen Vertrauensverhältnis. Eine schöne Wohnung kann zu einem Albtraum werden – wenn die Chemie zwischen dem privaten Vermieter und dem Mieter nicht mehr stimmt.

3. Kommunale Vermieter

 

Hinter den bekannten Vermietern rücken kommunale Unternehmen leider immer wieder in den Hintergrund. Dabei können diese oft besser angepasste Lösungen für die Region bieten als bundesweit agierende Anbieter.

Vorteile

Ein Vorteil, den kommunale Vermieter haben: Von allen Vermietern wird bei kommunalen Vermietern hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher Regeln sehr genau hingeschaut.
Kommunalen Vermietern wird außerdem zugeschrieben, dass sie weniger stark an den Mietpreis-Steigerungen der letzten Jahre beteiligt sind.

Nachteile

Allerdings zeigt sich auch eine negative Entwicklung: Kündigungen von Mietverhältnissen tauchen in Medienberichten hin und wieder auf – wenn Kommunen Wohnraum dringend benötigen.

 

4. Genossenschaften

In vielen größeren Städten wird Wohnraum auch durch Genossenschaften angeboten. Hierbei handelt es sich um eine Besonderheit, die eigentlich nur auf einen Zweck abzielt: Allen Mitgliedern günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Quellen sprechen für die Wohnungsgenossenschaften von einem Bestand in einer Größenordnung von etwa 2,2 Millionen Wohnungen.

Vorteile

Zu den Vorteilen gehört, dass Mieter bei Genossenschaften die Chance auf vergleichsweise günstigen Wohnraum haben. Diese können sogar unter dem Mietpreisspiegel liegen. Als Genossenschaftsmitglied haben Mieter außerdem ein Mitspracherecht und genießen vergleichsweise viel Sicherheit.

Nachteile
Allerdings hat die Genossenschaft auch Nachteile. Wer mieten will, muss Anteile der Genossenschaft im Regelfall erwerben und geht damit auch ein unternehmerisches Risiko ein. Dieser Aspekt muss in der Entscheidung unbedingt eine Rolle spielen.

Fazit: Den richtigen Vermieter finden

Wer heute umziehen will, muss sich zuerst einen Vermieter suchen. Dominiert wird der Immobilienmarkt von einigen großen Gesellschaften und vielen privaten Vermietern. Wer besonders sicheren und günstigen Wohnraum sucht, landet schnell bei den Genossenschaften. Selbst die Kirchen bieten Wohnraum an. Jeder dieser Vermieter hat seine Vor- und Nachteile, die man als Mieter einfach im Kopf haben muss.

Bildquelle: © unsplash.com Maria Ziegler

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Dieser Artikel behandelt die Themen mieten , Mieter , Vermieter , Mietmarkt und Wohnungsgenossenschaften .

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