Heizkörper austauschen – Informatives und Tipps zu Modernisierungsmaßnahmen

Die Sommermonate eignen sich ideal für die Modernisierung der Heizkörper. Da keine Wärme für behagliches Wohnen erzeugt werden muss, kann der Austausch alter, defekter oder ineffizienter Modelle ohne Zeitdruck durchgeführt werden. Damit sich das Modernisieren lohnt, sollten nicht nur Angebote verglichen, sondern auch optimale Produkte für den individuellen Bedarf ausgewählt werden. Informatives dazu in diesem Ratgeber zum Nachlesen.

Der Austausch alter Heizkörper ist nicht nur bei Mängeln wie Korrosion oder Lecks sinnvoll. Ältere und strapazierte Modelle können darüber hinaus die Effizienz moderner Heizungsanlagen schmälern, weil sie zum Beispiel innen verkalkt sind oder hinsichtlich ihres Wasserbedarfs sowie der kalkulierten Heizfläche nicht mehr zum Heizbedarf passen.

 

Was kostet ein Heizkörper?

Die Kosten für die Modernisierung der Heizkörper lassen sich nicht pauschalisieren. Sie variieren abhängig von den favorisierten Heizkörper-Arten und dem Montageaufwand. Vergleichsweise günstig sind standardisierte Plattenheizkörper aus Stahlblech – auch Flachheizkörper genannt. Diese sind in verschiedenen Größen, Farben und mit diversen Anschlüssen erhältlich. Besonders preiswert werden die flachen Modelle in Baumärkten verkauft. Im Onlineshop von toom werden die universellen Heizkörper in diversen Größen für unter 100 Euro präsentiert. Die Baumarkt-Handelskette hat zudem sogenannte Austausch-Heizkörper im Sortiment, die verschiedene Anschlussvarianten aufweisen und deshalb mit einer Vielzahl von Heizungen kompatibel sind. Das erleichtert das Austauschen und Modernisieren. Ob das erforderliche Modell in regionalen Märkten verfügbar ist oder bestellt werden kann, lässt sich online schnell nachvollziehen. Wird ein seltener Anschluss, eine spezielle Form, Sondergröße oder eine zusätzliche Funktion benötigt, ist mit höheren Ausgaben zu rechnen. Mehrere hundert Euro oder gar Anschaffungskosten im vierstelligen Bereich sind bei Heizkörpern abseits der Norm durchaus denkbar.

Weitere Kosten: Demontage, Montage und Entsorgung

Wer die alten Heizkörper von einem Fachbetrieb abbauen beziehungsweise demontieren und entsorgen sowie den Anschluss der neuen Wärmespender fachgerecht durchführen lässt, muss beim Berechnen der Gesamtkosten die Arbeitsstunden einkalkulieren. Je nach Menge der Heizkörper, dem Stundenlohn der Heizungsinstallateure sowie dem Umfang der Serviceleistungen können die Kosten stark schwanken. Hinzu kommen Pauschalen für An- und Abfahrt. Grundsätzlich ist es deshalb ratsam einen Kostenvoranschlag anzufordern. Dieser bringt finanzielle Planungssicherheit.

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Wie groß muss ein Heizkörper sein?

Für größtmögliche Effizienz müssen die neuen Heizkörper optimal auf das Heizsystem und den räumlichen Wärmebedarf abgestimmt sein. Da die energetischen Bedingungen in der Immobilie direkten Einfluss auf den Energiebedarf nehmen, ist die Berechnung durch einen Profi empfehlenswert. Experten beziehen alle Faktoren wie Raumgröße, Wohlfühltemperaturen und Gebäudesubstanz in die Kalkulation ein und ermitteln die ideale Wärmeleistung in Kilowattstunden.

Dementsprechend ist nicht die Größe (Abmessungen) ausschlaggebend für eine effiziente Heizung, sondern die Heizleistung der Heizkörper.

Tipp: Zuschüsse und Förderungen sichern!

Damit die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele erreicht, müssen unter anderem im Gebäudesektor die Treibhausgasemissionen drastisch gesenkt werden. Seit November 2020 gilt das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das die Energieeinsparverordnung (EnEV) abgelöst hat und die Klimaschutzziele greifbar macht. Um Hausbesitzer bei der Realisierung der gesetzlichen Vorgaben zu unterstützen, gibt es verschiedene Zuschüsse und Förderangebote:

  • Unter anderem werden energetische Planungsarbeiten durch Experten im Rahmen einer Energieberatung finanziell unterstützt. Bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben übernimmt der Staat.
  • Niedertemperatur-Heizkörper bezuschusst die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, als Heizungsoptimierung: Für den Einbau gibt es bis zu 20 Prozent Zuschuss.

Mit dem digitalen Förderwegweiser des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie können Interessenten die ideale Förderung für ihr Vorhaben ermitteln und Details zu förderfähigen Maßnahmen erfahren. Auch Informationen über alle nötigen Dokumente für die erfolgreiche Antragstellung werden auf dem Portal erläutert.

Strahlung oder Konvektion?

Nicht nur die Leistung der Heizkörper ist bei der Produktauswahl zu berücksichtigen, sondern auch die Art der Abgabe der erzeugten Wärme. Hier wird zwischen Strahlungs- und Konvektionswärme unterschieden:

Konvektionswärme Strahlungswärme
Durch Konvektion wird kalte Luft erwärmt und durch Strömungen in Räumen verteilt – deshalb wird Konvektion auch als Strömungstransport bezeichnet. Als Wärmeträger dient die Luft. Ein Nachteil hierbei: Die dabei häufig entstehende Zugluft nimmt negativen Einfluss auf das Empfinden. Strahlungswärme hingegen lässt sich mit der erzeugten Wärme der Sonne vergleichen: Wenn die Strahlung auf feste Körper trifft, erwärmen sich diese und geben die Wärme an die Umgebung ab. Strahlungswärme wird von Lebewesen gegenüber Konvektionswärme als behaglicher empfunden. Letztere hat wiederum den Vorteil, dass sie Räume durch die warme Luft schneller aufheizen kann.


Viele moderne Heizkörper kombinieren Strahlungs- und Konvektionswärme, um die Vorteile zu vereinen. Zu welchen Anteilen beide Arten der Wärmeabgabe für den individuellen Bedarf vertreten sein sollten, ermitteln Fachbetriebe im Einzelfall konkret.

 

Bilder: © ri / Gelly___ unter pixabay.com

 

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Dieser Artikel behandelt die Themen Heizkörper tauschen und Modernisieren.

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