Die Hecke als Hauptdarsteller in der Gartengestaltung

Die klassische Hecke: Oftmals wird sie kaum bewusst wahrgenommen, sondern schlicht als Rahmenbedingung vorausgesetzt. Dabei sind Hecken eine Kunst für sich, deren Wirkung kaum zu unterschätzen ist. Da das moderne Wohnen immer anspruchsvoller wird, bekommen nun endlich auch Hecken die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt.

Klare Verhältnisse: die Systematik im Detail

  • Die Nadelhecken sind ein ausgezeichneter Sichtschutz und ganz klar die schönere Alternative zum Sichtschutzzaun. Arten wie die Eibe oder die Zypresse stellen ein recht vielfältiges Farbspektrum von blass- bis tiefgrün auf und da es sich bei Nadelgewächsen um robuste, pflegeleichte Bäume handelt, können sie ohne allzu großen Aufwand ihren Dienst verrichten.
  • Niedrige Heckenpflanzen wie die Mahonie, die Spiere oder der Buchsbaum sind dank ihres flachen Wuchses perfekt zur Umrandung von Blumenbeeten, Sitzbereichen, Gehwegen oder anderen abgeschlossenen Bereichen geeignet. Als Sichtschutz kommen sie nicht infrage, doch dafür kommt ihr Charme dicht über dem Boden umso besser zur Eignung. Niedrige Heckenpflanzen erfüllen rein visuelle Zwecke und sorgen dabei für ein Gefühl von Ordnung, Sauberkeit und Struktur.
  • Auch Laubhecken können hell oder dunkel in Erscheinung treten – es herrscht also freie Farbwahl. Darüber hinaus tritt Laub angenehm kräftig, voluminös und selbstbewusst in Erscheinung, beste Voraussetzungen für einen wirklich lückenlosen Sichtschutz also. Dank ihrer starken Ausstrahlung fallen Laubhecken auch rein optisch ins Gewicht, da kräftige Arten wie die Blutbuche als Design-Highlight eingesetzt werden können.
  • Wer wirklich Farbe auf das Grundstück bringen möchte, der setzt auf blühende Heckenpflanzen. Sie können entweder eigenständig aufgestellt oder als Zierde für Mauern und Zäune eingesetzt werden; in jedem Fall sorgen Fingerstrauch, Feuerdorn und Co. für eine farbenfrohe, wundervolle Ausstrahlung. Aufgrund der Blüten dienen sie außerdem als Lebensraum für Insekten, der Garten wird auf diese Weise nicht nur optisch, sondern auch faktisch ein gutes Stück lebendiger. Blühende Heckenpflanzen erfüllen ihren Dienst als Sichtschutz ganz ausgezeichnet, wenn man davon absieht, dass die leuchtenden Natur-Meisterwerke die Blicke von alleine auf sich ziehen.
  • Viele der vorher genannten Beispiele fallen außerdem unter den Begriff der immergrünen Hecken: Lebensbaum, Buchsbaum, Liguster, Mahonie oder auch Bambus könnten in Form und Größe nicht unterschiedlicher sein, doch ihre Gemeinsamkeit ist, dass sie ganzjährig im Einsatz sind und weder Sonnenschein noch Schnee scheuen. Das ist praktisch und macht sich auch finanziell positiv bemerkbar, da es sich um einmalige Käufe handelt, die bei richtiger Pflege nicht so schnell wiederholt werden müssen.

Wichtig: Trotz ihres starken natürlichen Wuchses gehören viele Hecken zu den sogenannten Schnitthecken. Diese können manuell in die gewünschte Form gebracht werden, nötig ist dafür eine maschinenbetriebene Heckenschere, die es bereits ab 30 Euro gibt. Dabei ist zu beachten, dass es je nach Pflanze besser oder schlechter geeignete Heckenscheren gibt. Es ist ratsam, hierbei nicht zum erstbesten oder günstigsten Produkt zu greifen, sondern gezielt vorzugehen. Das spart eine Menge Zeit und die Ergebnisse sind besser.

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Aufsteigender Trend: Hecken nach Feng Shui

Zum Abschluss der Blick auf ein aktuell angesagtes Thema. Denn asiatische Wohnstile haben es längst in den Westen geschafft, und damit auch in die Gartengestaltung: Gärten nach den Regeln des Feng Shui sehen nicht nur gut aus, sondern entfalten eine geradezu metaphysische Wirkung auf alle Anwesenden. Die bewusste Anordnung aller Elemente, also auch der Hecken, geschieht nach dem Prinzip des Energieflusses, sodass der Mensch sich in dieser Umgebung vitaler und gesünder fühlt.

Im Zentrum des Feng Shui stehen Yin und Yang. Das bekannte schwarzweiße Symbol („Tajitu“) ist dabei sinnbildlich zu verstehen. Die entgegengesetzten, sich ergänzenden universellen Kräfte können etwa durch die Kombination spitzer und runder Heckenpflanzen realisiert werden, sodass sie in der Summe ihr volles Potenzial abrufen. Ähnliche Möglichkeiten gibt es beim Arrangement der Steine auf Gehwegen oder an der Außenfassade, ebenso wie bei Gestalt und Anordnung der Gartenmöbel. Die Konstante dabei: Yin verkörpert Ruhe und greift dabei auf flache, zurückhaltende, souveräne, ruhende Objekte zurück, während Yang den Garten mithilfe kontrastreicher Farben, großer Flächen und viel Licht zum Leben erweckt. Wer auf der Suche nach dem Besonderen ist, findet im Feng Shui die Inspiration, dem Garten einen wirklich individuellen Charakter zu verleihen, und die Hecke spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Bildquellen:
Bild 1: © istock.com/plumbeer
Bild 2: © istock.com/meldayus

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Dieser Artikel behandelt die Themen Hecke, Heckenpflanzen, Laubhecken, Nadelhecken und Gartengestaltung.

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