Schnell weg – Kosten und Planung bei kurzfristigen Umzügen

Manchmal muss alles ganz schnell gehen. Der tolle neue Job in der anderen Stadt, muss kurzfristig angetreten werden, die Wohnung, wird durch einen Wasserschaden vorübergehend unbewohnbar, ganz unerwartet ist nun der Umzug in die Traumimmobilie möglich oder dringende Familienangelegenheiten lassen schnelles Handeln notwendig werden. Aus welchen Gründen auch immer ein schneller Umzug erforderlich ist: Ein solches Vorhaben birgt besondere Herausforderungen. Wir gehen im Folgenden auf die mögliche finanzielle Belastung durch dringliche Umzüge ein und erklären, wie sie trotz Zeitdruck gut geplant werden können.

Unerwarteter Umzug, unerwartete Kosten

Das Hauptproblem bei einem dringenden, aber unerwarteten Umzug besteht darin, dass er nicht rechtzeitig geplant werden kann. Das bedeutet auch, dass man unter Umständen nicht die notwendigen finanziellen Mittel sofort verfügbar hat. Ein Umzug ist immer auch eine finanzielle Belastung und auch wenn die Umzugskosten steuerlich absetzbar sind, muss meist das nötige Kleingeld zunächst selbst aufgebracht werden. Mietkaution, Kosten für Verpackungsmaterial und Transport, Kosten für Renovierungsarbeiten und eventuell sogar für neue Möbel oder andere unvorhergesehene Ausgaben können das zur Verfügung stehende Budget sprengen.

 

Ausgaben optimieren

Zunächst ist es deshalb hilfreich, die Ausgaben zu optimieren und nach Einsparungsmöglichkeiten zu suchen. Dies könnte bedeuten, dass auf nicht allzu dringliche Ausgaben verzichtet wird. Einsparpotenzial ergibt sich zum Beispiel beim Verpackungsmaterial. Die Kosten für Umzugskartons und Material zum Polstern von zerbrechlichen Gegenständen können sich schnell summieren. Es lohnt sich, im Freundes- und Verwandtenkreis zu fragen, ob hier Material geliehen werden kann.

Zudem sollten möglichst viele Aufgaben rund um den Umzug selbst erledigt werden. Das Verpacken und Zerlegen aller umzuziehenden Gegenstände ist viel Arbeit, doch kann viel Geld gespart werden, wenn man es eigenständig erledigt. Gleiches gilt für kleine Renovierungsarbeiten wie das abschließende Streichen. Es kann sich durchaus bezahlt machen, zu diesem Zweck die ein oder andere Nachtschicht einzulegen.

Darüber hinaus sollten trotz des knappen Zeitrahmens Kostenvoranschläge von mehreren Umzugsunternehmen eingeholt werden, um das beste Angebot zu bekommen. Wer möchte, kann auch versuchen, mit dem Umzugsunternehmen der Wahl einen noch besseren Preis auszuhandeln.

Ein Darlehen in Erwägung ziehen

Eine Möglichkeit, das Budget aufzustocken besteht darin, nach finanzieller Unterstützung zu suchen – sei es durch die Beantragung eines Darlehens bei der Bank oder durch einen Privatkredit von Freunden oder Familienangehörigen. Einen Kleinkredit von der Bank, der für die Umzugskosten genutzt wird, kann man entweder bei der Hausbank vor Ort oder aber ganz bequem online beantragen. Der große Vorteil eines Kleinkredits, der online abgeschlossen wird, besteht darin, dass Kreditantragsteller die vereinbarte Summe in Echtzeit auf ihr Konto auszahlen lassen können. Somit ist also nicht nur die Beantragung in wenigen Minuten erledigt, sondern man kann auch zeitnah über das beantragte Geld verfügen und alle weiteren Umzugsschritte planen. Ganz gleich, wie knapp die Zeit ist: Vor der Kreditaufnahme muss genau berechnet werden, wie hoch die Kreditraten ausfallen dürfen, um das Darlehen problemlos finanzieren zu können.

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Dinge zu Geld machen

Vielleicht gibt es auch das ein oder andere Möbelstück oder Elektrogerät, das nicht mit umgezogen werden soll und das sich schnell verkaufen lässt. Auch auf diese Weise kann die Haushaltskasse aufgefüllt werden. Ist der Umzug beruflich bedingt, sollte unbedingt der neue Arbeitgeber nach Unterstützungsmöglichkeiten gefragt werden.

 

Tipps für eine schnelle Planung

Ein dringlicher Umzug ist ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor, doch mit der richtigen Herangehensweise und Organisation kann er effizient bewältigt werden. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt, mit deren Hilfe ein Umzug schnell vorbereitet werden kann.

  • Prioritäten setzen: Zunächst müssen die wichtigsten Aufgaben identifiziert und notiert werden. Anschließend werden diese Aufgaben anhand der Priorität in die richtige Reihenfolge gebracht und nacheinander abgearbeitet.
  • Transportplanung: Vielleicht steht im Freundes- oder Verwandtenkreis ein Transporter zur Verfügung. Ansonsten gilt es, Preise zu vergleichen und frühzeitig einen verbindlichen Termin mit einem Umzugsunternehmen zu vereinbaren, um nicht in letzter Minute ohne Transportmöglichkeit dazustehen.
  • Effizient packen: Der Zeitaufwand für das Packen aller Habseligkeiten darf nicht unterschätzt werden und man kann gar nicht früh genug damit anfangen. Am besten werden die ersten Kartons besorgt, sobald der Umzug feststeht. In diese wandert dann schon einmal alles, was man unbedingt mitnehmen will, aber im alltäglichen Gebrauch nicht benötigt. So können sich nach und nach die Kisten füllen und die Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs vor dem Umzugstag noch rasch verstaut werden.

Hilfe annehmen: Vor allem bei einem kurzfristigen Umzug sollte sich niemand scheuen, Hilfe von Freunden oder Verwandten anzunehmen oder auch aktiv um Hilfe zu bitten. Das kann viel Zeit und Geld sparen. Wer den notwendigen finanziellen Spielraum hat, sollte möglichst viele Arbeiten an Dienstleister delegieren. Muss sogar noch auf die Schnelle eine neue Wohnung gesucht werden, kann es sich trotz möglicher Zusatzkosten rechnen, einen Makler zu beauftragen.

Bildquelle: © stock.adobe.com/Seventyfour

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Dieser Artikel behandelt die Themen Umzug und Kostenplanung .

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