Aktien, Anleihen, Gold oder Immobilien?

Aktuell scheinen Immobilien als Geldanlage eine sichere Bank zu sein - wenn man denn eine geeignete findet. Wer auf der Suche nach einem selbst bewohnten Eigenheim ist, wird es hier sicher einfacher haben als jemand, der es als Kapitalanlage nutzen will. Denn dann spielen Faktoren wie die Lage eine größere Rolle. Die Immobilienmarktentwicklung variiert stark in verschiedenen Regionen.
 

Immobilien können ähnlich einem Aktiendepot eine sehr hohe Dividende aufweisen, unabhängig davon, ob es sich dabei um den Geldbetrag handelt, den man durch den Besitz eines Eigenheims in der Miete spart, oder den tatsächlichen Cashflow, wenn man es vermietet und die Immobilie als Investition sieht.

Wenn man die Mietrendite berücksichtigt, sind Immobilienrenditen den Aktienrenditen sehr ähnlich. In einem Bericht der Federal Reserve Bank von San Francisco mit dem Titel "The Rate of Return on Everything" wird sogar behauptet, dass Immobilien aktienähnliche Renditen mit geringerer Volatilität aufweisen. Allerdings wurden hier beispielsweise die Grundsteuern nicht berücksichtigt.
 

 

Alternativen zur Immobilie

Letztendlich haben wohl die wenigsten Menschen die finanziellen Möglichkeiten, eine Immobilie als Kapitalanlage zu kaufen. Immerhin wären dafür mehrere hunderttausend Euro notwendig. Doch was tun, wenn trotzdem etwas Geld vorhanden ist, das investiert werden soll? Das gute alte Sparbuch ist durch die niedrigen Zinsen aktuell ebenso wenig eine Option wie Tagesgeldkonten.

 

Aktien erzielen da langfristig bessere Erträge, sind aber auch riskanter als festverzinsliche Anlageformen. Aktien sind im Bullenmarkt besser, während die festverzinslichen Wertpapiere die Aktienrenditen im Bärenmarkt übertreffen, weil Anleihen beispielsweise nicht so stark zurückgehen. Auf lange Sicht jedoch sind Aktien die bessere Wahl, es sei denn, man denkt äußerst pessimistisch über die Zukunft der Weltwirtschaft.

In Aktien zu investieren, ist zumindest technisch nicht so schwer. Es gibt inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, ein Depot zu eröffnen, beispielsweise bei der eigenen Hausbank. Oftmals ist das sogar kostenlos und nur für Trades fallen Gebühren an. Hier hilft ein Vergleich der verschiedenen Anbieter.

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Aktien sind besser als Gold

Bleibt noch eine letzte wichtige Anlageoption: Gold. Hier scheint es zwei Lager zu geben: Die einen mögen es, die anderen hassen es. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Es kommt auch hier auf den richtigen Zeitpunkt an - und viel Geduld.
 
Wer beispielsweise im Jahr 2000 eine Feinunze Gold kaufte, bezahlte damals rund 260 US-Dollar. Anfang April 2019 lag der Kurs bei rund 1.290 US-Dollar. Anders sieht es für alle aus, die 2011 eingestiegen sind, als der Goldpreis einen Rekord nach dem anderen brauch und zeitweise über 1.900 US-Dollar lag.
 
Schaut man sich hingegen den DAX an, so gab es auch hier massive Einbrüche, etwa nach der Jahrtausendwende (Platzen der Dotcom-Blase und 9/11) und zur Weltwirtschaftskrise 2008.
 
Doch wer die Krisen ausgesessen hat, der konnte miterleben, wie sich der DAX immer wieder erholt hat. Das gilt selbstverständlich auch für den Dow Jones. Und so sind Aktien für viele noch immer die Nummer eins, wenn es um langfristige Investitionen geht. Wer es sich leisten kann, kauft zusätzlich eine Immobilie und ist damit gut abgesichert für die Zukunft.

Bildquelle: © 123rf.com/everythingpossible

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