Wie setzt sich der Stromverbrauch im Haushalt zusammen?

Die Tatsache, dass die Stromkosten seit Jahren kontinuierlich steigen, stellt für Millionen von Haushalten eine Dauerbelastung dar. Allerdings lässt sich der Stromverbrauch bereits durch kleine Eingriffe in das Nutzungsverhalten merklich senken und somit Geld sparen. Um den Stromverbrauch im eigenen Haushalt reduzieren zu können, ist es sinnvoll, zu Beginn eine Übersicht über den Ist-Zustand zu erstellen. Hierdurch können nicht nur die größten Stromfresser ausfindig gemacht werden, vielmehr hat man mit diesen auch die Quellen, die das höchste Einsparpotenzial in sich bergen, ermittelt. 
Verfügt man über einen modernen "intelligenten" Stromzähler, kann der Stromverbrauch minutiös verfolgt werden, was die Evaluierung derjenigen Geräte, die den höchsten Stromverbrauch aufweisen, leicht macht. Komplizierter gestaltet sich dies in Haushalten, die noch über einen konventionellen Stromzähler verfügen. Möchte man dann den tatsächlichen Stromverbrauch einzelner elektrischer Geräte ermitteln, benötigt man ein Strommessgerät, mit welchem man sowohl den Stand-by-Verbrauch, als auch den Verbrauch eines Geräts in Betrieb feststellen kann.

Der Stromverbrauch nach Haushaltsgröße, Bereich und Personenzahl

Ausschlaggebend für den Stromverbrauch eines Haushaltes ist - neben der jeweiligen Warmwasserbereitung - dessen Personenzahl. Denn es ist klar: Je größer ein Haushalt ist und je mehr Personen in ihm leben, umso mehr Energie wird auch benötigt, wobei dann der Stromverbrauch pro Kopf selbst sinkt. Also nimmt zwar bei steigender Haushaltsgröße der Pro-Kopf-Verbrauch ab, jedoch ändert sich auch das Verbrauchsprofil als solches markant. Aus diesem Grund ist es einerseits sinnvoll, das Verbrauchsprofil des eigenen Haushaltes mit demjenigen eines statistischen Durchschnittshaushaltes mit gleicher Personenzahl und Größe zu vergleichen. Und andererseits - zumindest bei einer deutlichen Abweichung vom Durchschnitt - auch die Wahl des Stromanbieters zu überdenken. Laut Yellostrom.de verbraucht ein Haushalt (mit 3 Personen) in Deutschland im Schnitt 3800 kWh, dementsprechend kann man sich an dieser Zahl orientieren und kann somit grob einschätzen, in welchem Bereich sich der Verbrauch im eigenen Haushalt bewegt. Wird das Warmwasser darüber hinaus elektrisch bereitet, nimmt dies einen großen Anteil am Gesamtstromverbrauch ein, was sich erstens in einer Veränderung der einzelnen Verbrauchsbereiche und zweitens auch in den Gesamtkosten, die deutlich ansteigen, widerspiegelt. Verbraucht man beispielsweise mehr als der Durchschnittshaushalt, zahlt einen höheren Kilowattstundenpreis und findet einen Tarif, der um mehr als zwei Cent günstiger ist, dann kann man durch einen Stromanbieterwechsel deutlich Geld sparen.

 

 



 

Weiteres Sparpotential: Typische Haushaltsgeräte mit erhöhtem Stromverbrauch

In jedem Haushalt existieren diverse Geräte, die grundsätzlich einen erhöhten Stromverbrauch aufweisen und so die Gesamtkosten in die Höhe treiben. Hierzu zählen in der Regel Kühl- und Gefriergeräte, Spülmaschinen, Elektroherde und Backöfen, nahezu sämtliche Geräte der Unterhaltungselektronik sowie Computer und herkömmliche Glühlampen. Obwohl einige der genannten elektronischen Geräte tatsächlich unverzichtbar sind, lässt sich der Energieverbrauch dennoch reduzieren. Vor allem sollte man auf folgende Punkte achten:

  • alle Elektrogeräte wirklich ausschalten; hierzu am besten eine Steckdosenleiste mit Kippschalter nutzen
  • 
bei Neuanschaffungen stets darauf achten, dass die Geräte energieeffizient sind

  • bei Kühlschränken und Gefriertruhen die Kühltemperatur nicht tiefer als nötig einstellen

  • Energiesparlampen verwenden

  • gegebenenfalls alte Elektrogeräte mit hohem Energieverbrauch austausche

Fazit

Hat man sich mit dem Energiesparpotenzial seines Haushaltes auseinandergesetzt und Maßnahmen zum Stromsparen ergriffen, ist es hilfreich, den eigenen Stromverbrauch pro Monat zu ermitteln. Mithilfe eines Stromrechners kann man durch die Eingabe des eigenen Jahresstromverbrauchs die statistischen Durchschnittswerte der einzelnen Monate berechnen lassen. Nach dem Umsetzen verschiedener Tipps zum Strom sparen kann man auf diese Weise herausfinden, ob das kürzlich veränderte energieeffizientere Nutzungsverhalten tatsächlich von Erfolg gekrönt ist, und muss damit nicht bis zur nächsten Jahresstromabrechnung warten. Allerdings sollte dabei nicht vergessen werden, dass der durchschnittliche Stromverbrauch im Laufe des Jahres schwankt und in den Wintermonaten deutlich mehr Strom verbraucht wird als in den Sommermonaten; so wird statistisch gesehen am meisten Strom im Monat Januar und am wenigsten im Monat Juni verbraucht.

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Dieser Artikel behandelt die Themen Haushalt, Stromverbrauch und zusammensetzung.

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