Reinigungskraft in einer hellen Wohnung

Wie eine regelmäßige Reinigungskraft Entlastung bringt

Beruf, Familie und private Termine lassen oft wenig Zeit für den Haushalt. Eine regelmäßige Reinigungskraft kann im Alltag entlasten. Doch welche Aufgaben übernimmt sie, welche Modelle gibt es und worauf sollte man bei Auswahl, Kosten und Zusammenarbeit achten?

Für wen lohnt sich eine regelmäßige Reinigungskraft?

Gerade in Großstädten ist der Alltag vieler Menschen eng getaktet. Arbeit, Pendeln, Kinder, Einkäufe und Freizeit konkurrieren um die verfügbare Zeit. Die Reinigung der eigenen Wohnung wird dadurch schnell auf den Abend oder das Wochenende verschoben.
Eine regelmäßige Haushaltshilfe kann hier vor allem für Berufstätige, Familien, ältere Menschen oder Haushalte mit wenig verfügbarer Zeit sinnvoll sein. Der wesentliche Unterschied zur gelegentlichen Unterstützung liegt in der Routine: Statt erst zu reagieren, wenn sich viel Arbeit angesammelt hat, werden Bad, Küche, Böden und Oberflächen in einem festen Rhythmus gepflegt.
Kommt möglichst dieselbe Reinigungskraft, kennt sie nach einigen Terminen zudem die Wohnung, empfindliche Oberflächen und individuelle Schwerpunkte. Dadurch müssen Abläufe nicht bei jedem Besuch neu erklärt werden.

 

Welche Aufgaben übernimmt eine Reinigungskraft im Privathaushalt?

Der genaue Leistungsumfang unterscheidet sich je nach Anbieter und Vereinbarung. Zur klassischen regelmäßigen Haushaltsreinigung gehören häufig:

• Saugen und Wischen der Böden

• Reinigung von Bad, WC, Dusche und Waschbecken

• Reinigung von Küchenflächen, Spüle und Herdumfeld

• Staubwischen auf zugänglichen Oberflächen

• Reinigung von Spiegeln und sichtbaren Griffspuren

• Leeren kleiner Abfalleimer nach Vereinbarung

Zusätzliche Arbeiten wie Fenster-, Backofen- oder Kühlschrankreinigung sowie das Wechseln der Bettwäsche können je nach Reinigungsservice separat vereinbart werden.

Nicht zur normalen Haushaltsreinigung gehören beispielsweise medizinische Pflege, Kinder- oder Tierbetreuung, handwerkliche Tätigkeiten, Schädlingsbekämpfung oder Arbeiten mit erhöhtem Sicherheitsrisiko.

Auch eine Grund- oder Endreinigung sollte von der regelmäßigen Reinigung unterschieden werden. Während die laufende Reinigung einen bereits gepflegten Zustand erhalten soll, ist bei einer Grundreinigung deutlich mehr Zeit für hartnäckige oder länger nicht gereinigte Bereiche notwendig. Eine Endreinigung, beispielsweise nach einem Auszug, verfolgt ebenfalls ein anderes Ziel und benötigt einen entsprechend größeren Leistungsumfang.

Worauf sollte man bei der Auswahl einer Reinigungskraft achten?

Eine passende Reinigungskraft zu finden, ist nicht immer einfach. Schließlich erhält eine fremde Person Zugang zum privaten Wohnbereich. Neben dem Preis spielen deshalb Zuverlässigkeit, Vertrauen und klare Absprachen eine wichtige Rolle.

Ein Punkt, der häufig unterschätzt wird, ist die Frage nach wechselnden Reinigungskräften. Kommt bei jedem Termin eine andere Person, müssen Besonderheiten und Prioritäten möglicherweise immer wieder erklärt werden. Eine möglichst feste Kraft kann dagegen mit der Zeit eine Routine für den jeweiligen Haushalt entwickeln.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Modelle. Eine privat beschäftigte Haushaltshilfe kann vergleichsweise günstig sein, allerdings übernimmt der Haushalt selbst Themen wie Anmeldung, Terminorganisation und gegebenenfalls Vertretung. Plattformen vermitteln Reinigungskräfte und vereinfachen häufig die Buchung, wobei eine dauerhaft gleiche Kraft nicht immer garantiert ist. Bei einem Reinigungsservice liegen Organisation, Personalplanung und Abrechnung dagegen beim Unternehmen.

Unabhängig vom Modell sollte vor der Entscheidung geklärt werden, wie transparent Preise und Leistungen beschrieben sind, wer bei Fragen erreichbar ist, wie mit Ausfällen umgegangen wird und ob eine Rechnung ausgestellt wird.

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Was sollte vor dem ersten Termin geklärt werden?

Vor dem Start sollten beide Seiten wissen, welche Räume und Aufgaben regelmäßig dazugehören. Ebenso wichtig sind der gewünschte Turnus, ein möglichst fester Termin sowie die Frage, wie der Zugang zur Wohnung geregelt wird.

Empfindliche Materialien wie Naturstein, geöltes Holz oder Hochglanzoberflächen sollten ebenfalls angesprochen werden. Hilfreich ist außerdem eine Priorisierung: Wenn die vereinbarte Zeit einmal nicht für alle gewünschten Arbeiten reicht, sollte klar sein, welche Bereiche zuerst gereinigt werden.
Beim ersten Termin lohnt es sich, etwas Zeit für eine kurze Einführung einzuplanen. Wo befinden sich Reinigungsmittel und Geräte? Welche Gegenstände sollen nicht bewegt werden? Welche Bereiche benötigen besondere Aufmerksamkeit?

Ein häufiger Fehler besteht darin, zu viele Aufgaben in einen einzelnen Termin zu packen. Bad, Küche, Böden, Staub, Fenster, Backofen und Kühlschrank lassen sich nicht beliebig in ein knappes Zeitfenster pressen. Realistische Erwartungen sorgen hier für bessere Ergebnisse. Ebenso wichtig ist regelmäßiges Feedback. Gerade nach den ersten Terminen können kurze Hinweise helfen, den Ablauf an den Haushalt anzupassen.

 

Was kostet eine regelmäßige Reinigungskraft?

Die Kosten unterscheiden sich je nach Beschäftigungsmodell und Leistungsumfang deutlich. Privat angemeldete Reinigungskräfte bewegen sich häufig in einem Bereich von etwa 17 bis 35 Euro pro Stunde. Plattformen liegen häufig bei etwa 25 bis 45 Euro, professionelle Reinigungsservices etwa zwischen 38 und 60 Euro pro Stunde.

Der Stundenpreis allein ermöglicht allerdings keinen vollständigen Vergleich. Bei einer privaten Beschäftigung können beispielsweise Anmeldung und Organisation beim Haushalt liegen, während ein Reinigungsservice diese Aufgaben sowie Personalplanung, Versicherung und Kundenservice übernimmt.

Ein Rechenbeispiel zeigt den Unterschied zwischen Stundenpreis und tatsächlichen Kosten: Bei einem Angebot von 34,99 Euro pro Stunde und 10 Euro Anfahrt kostet ein dreistündiger Termin 114,97 Euro. Bei vier Stunden sind es 149,96 Euro. Durch die feste Anfahrt sinkt damit der rechnerische Preis pro Stunde bei längeren Terminen.
Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb immer prüfen, welche zusätzlichen Kosten anfallen und welche Leistungen im genannten Preis bereits enthalten sind.

Kann man die Kosten steuerlich absetzen?

Die Reinigung eines Privathaushalts kann grundsätzlich als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich berücksichtigt werden. Nach § 35a EStG können 20 Prozent der begünstigten Aufwendungen von der Einkommensteuer abgezogen werden, maximal 4.000 Euro pro Jahr.

Wer beispielsweise jährlich 3.600 Euro für einen Reinigungsservice bezahlt, kann unter den entsprechenden Voraussetzungen mit einer Steuerermäßigung von 720 Euro rechnen.

Bei einem Dienstleister sind dafür insbesondere eine ordnungsgemäße Rechnung und eine unbare Zahlung wichtig. Für privat angemeldete Minijobs gelten eigene Regelungen und Höchstbeträge.

Quellenhinweis: Putzfrau in MünchenReinigungskraft in München

Bildquelle: © KI-generiert

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